Adultismus als Diskriminierungsform

Adultismus ist eine Diskriminierungsform. Der Begriff leitet sich vom englischen Wort „adult“ (Erwachsener) und der Endung „-ismus“ (Beschreibung eines gesellschaftlich etablierten Machtsystems) ab und beschreibt das ungleiche Machtverhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern allein aufgrund des Lebensalters, das sowohl eine Diskriminierung von Kindern in vielen Lebensbereichen als auch eine Vernachlässigung ihrer Perspektive zur Folge hat. Erwachsene handeln in der Regel machtvoll, da sie davon ausgehen, dass sie mehr Wissen, mehr Erfahrung und mehr Autorität besitzen und deswegen annehmen, über die Bedürfnisse der Kinder hinweg bestimmen zu können.

Auch pädagogische Beziehungen und die damit verbundenen Interaktionen zwischen Fachkräften und Kindern sind häufig (noch immer) machtasymmetrisch. Kinder erleben durch Adultismus täglich z.B. Abwertung, Fremdbestimmung, Stigmatisierung oder Missachtung – sei es in Sprache, Regeln oder Strukturen.  Dies wirkt sich nicht nur auf das individuelle Wohlbefinden, sondern auch auf gesellschaftliche Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit aus.

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